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Geschrieben von: Michael Schneider   
Freitag, 23. Januar 2009 um 10:35 Uhr

Shotokan-Karate

Kunst - Sport - Verteidigung - Gesundheit

 

Shotokan ist heute ein meist sportlich orientierter Karate-Stil. Das "Tiger-Karate" (einer der nur wenigen Kampfkünste, die auf Japan entstanden sind) ist noch sehr jung und entwickelte sich erst zu Beginn des 20 Jahrhunderts. Sensei Gichin Funakoshi brachte damals sein Kampfkunstwissen von Okinawa nach Japan und begründete diesen Stil. Kumite und Kata wurden mit der Zeit Disziplinen des sportlichen und ästhetischen Vergleichs. Die körpernahe (normale) Selbstverteidiung und das "geheime Wissen" um die Anwendung der Kata (Bunkai) trat im 20 Jahrhundert leider immer mehr in den Hintergrund und geriet fast in Vergessenheit.

Die ursprünglichen Techniken wurden seither verändert und so stark stilisiert, dass diese im Partnertraining zu 100% kontrollierbar und praktikabel sind. Dadurch wurde die Technik an sich zwar extrem hart und effektiv, man verlor aber den Bezug zum realen Kampf gegen Nicht-Shotokan-Kämpfer. Shotokan wurde sogar eine akademische Disziplin und wird auch heute in Schulen zur persönlichen und körperlichen Erziehung von Kindern genutzt.

Außerhalb Asiens gilt dieser Stil als Hochleistungssport, wird entsprechend präsentiert und weiterentwickelt. Aber auch im Breiten- und Gesundheitssport hat sich Shotokan sehr gut bewährt. Die Trainingsmethoden des Shotokan fördern die Kondition in erheblichen Maße. Zudem ist das Verletzungsrisiko, egal ob selbst- oder fremdverursacht, quasi Null.

Mittlerweile setzt eine Rückbesinnung auf das ursprüngliche Karate als Verteidigungsdisziplin ein. Man möchte die zu abstrakt gewordenen zerstückelten Techniken wieder realisieren und anwendbare Zusammenhänge schaffen. Als Grundschule körperlicher und technischer Entwicklung ist das bisherige System sehr gut geeignet. Jedoch muss nach Abschluss einer soliden Grundausbildung "weiter" gedacht bzw. trainiert werden. Einflüsse anderer, insbesondere weicherer Kampfkünste (z. B. Aikido, Judo, Ju-Jutsu, ...), sind sehr gut vereinbar und erwünscht.

 

Bonsai-Karate

Im Bonsai-Karate beginnen die jüngsten mit ihrer Ausbildung. Bereits mit 5 Jahren (ausnahmsweise auch mit vier) nehmen wir Kinder ins Training auf. Schwerpunkt ist die körperliche Entwicklung. Trainingsinhalte sind neben den ersten einfachen Techniken, auch Lauf- und Kletterspiele sowie abwechslungsreiche Übungen, so dass die Kinder ihre natürliche Beweglichkeit nicht verlieren. Gestärkt werden im wesentlichen Körperkraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Motorik. Zudem kommt zwangsläufig auch die soziale Gruppenerziehung nicht zu kurz.

Training jeden Montag Donnerstag 18:00-19:00 Uhr - Anfänger nur Montags

 

Kinderkarate

Das Kinderkarate beinhaltet weit mehr Karateelemente als die Bonsai-Gruppe. Aber auch hier gilt in erster Linie die Verbesserung von Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, Motorik, Selbstbewußtsein und (Selbst-) Disziplin. Die Kinder können auch frei entscheiden, ob sie sich dem sportlichen Wettkampfkarate widmen möchten oder nicht. Wettkampfkinder werden zusätzlich gesondert ausgebildet.

Training jeden Montag 18:00-19:30 Uhr und Donnerstag 18:00-19:30 Uhr - Anfänger nur Montags

 

Behindertengerechtes Karate

Auch Menschen mit Behinderung können von den vielen Vorteilen des Kampfsportes profitieren. Seit 2008 haben wir eine eigene Gruppe für körperlich und/oder geistig Behinderte, die durch den Übungsleiter Jörg Baumgarten bestens betreut wird. Auch hier ist der Schwerpunkt die körperliche und geistige Ausbildung.

Training jeden Donnerstag 19:00-19:30 Uhr - Anfänger jederzeit

 

Breitensport-Karate

Breitensport-Karate ist das ideale Grund-Training für alle. Es ist eine ausgewogene Mischung aus Technik, Körpertraining, Work-Out, Selbstverteidigung und Sport. Es gibt weder sportlichen Leistungsdruck noch Talentanforderungen. Gemeinsam mit Spaß trainieren und gesund bleiben!

Training jeden Montag 19:00-20:30 Uhr und Donnerstag 19:30-21:00 Uhr - Anfänger jederzeit

 

Wettkampfkarate

Wettkampfkarate wird natürlich praktiziert! Erfahrungen aus Turnieren sind einfach durch nichts zu ersetzen. Allerdings ist das Training härter und beschränkt sich insbesondere im Kumite (Freikampf) nur auf relativ wenige (erlaubte) Techniken, die optimiert werden müssen. Die Reflexe und körperlichen Fähigkeiten werden weit über den Durchschnitt gesteigert. Ein gewisses Talent ist hierbei aber natürlich ebenfalls Grundvoraussetzung.

Bei  Kata-Wettkämpfern wird zudem ein ausgiebiges Eigenstudium der notwenigen Kata (Formen) erwartet, da man sich im Training nicht mehr mit den Grundlagen beschäftigen kann. Dazu ist der Kata-Wettkampf zu anspruchsvoll und bedarf extremer Disziplin.

Wettkampfkarate ist ohne Teilnahme am grundlegenden Training nicht möglich. Ein Wettkämpfer hat das Sondertraining als Ergänzug zu sehen und darf das Breitensport-Karate nicht auslassen. Auf Grund des hohen Niveaus in Deutschland sollte man sich schon bereits in jungen Jahren auf den Wettkampf vorbereiten. 

Training nach Absprache der Wettkampftrainer, meist samstags.

 

Thorsten Kapp, 3. Dan Shotokan

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 06. März 2010 um 07:49 Uhr
 

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--Koryu Uchinadi-- Verteidigung und Sicherheit

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